Antientzündlich, schleimhautschonend und natürlich
Wenn Dein Darm gereizt ist oder entzündliche Prozesse bestehen, lohnt sich ein genauer Blick auf Deine Ernährung.
Denn mit jeder Mahlzeit geben wir unserem Körper nicht nur Energie, sondern auch Informationen. Was wir regelmäßig essen, beeinflusst unter anderem unser Darmmilieu, unsere Darmbakterien und damit auch die Bedingungen, unter denen sich unsere Darmschleimhaut regenerieren kann.
Frei nach dem bekannten Satz „Du bist, was Du isst“ können wir mit unserer Ernährung einiges dazu beitragen, unseren Verdauungstrakt zu entlasten und die natürlichen Regenerationsprozesse zu unterstützen.
Dabei geht es nicht um eine komplizierte Diät oder darum, möglichst wenig zu essen.
Vielmehr geht es um eine einfache Frage:
Was braucht Dein Darm – und was sollten wir ihm besser nicht ständig zumuten?
Eine darmfreundliche Ernährung setzt deshalb auf frische Lebensmittel, Gemüse, gute Fette und ausreichend Flüssigkeit. Gleichzeitig werden stark verarbeitete Lebensmittel, bestimmte Zusatzstoffe und weitere potenzielle Reizstoffe möglichst reduziert.
Gerade wenn die Darmschleimhaut bereits gereizt ist, kann diese Veränderung der Ernährung ein wichtiger Bestandteil der Unterstützung sein.
Inhalt
- Warum die Ernährung für Deinen Darm so wichtig ist
- Was bedeutet „artgerechte“ Ernährung für den Darm?
- Frische Lebensmittel als Grundlage
- Gemüse – Nahrung für Deine guten Darmbakterien
- Warum Gemüse bei Darmproblemen besser gegart sein kann
- Ausreichend trinken
- Abwechslung und Rotation
- Gute Fette und Omega-3-Fettsäuren
- Alte Getreidesorten – warum sie manchmal besser vertragen werden
- Was Deinem Darm besser nicht regelmäßig begegnen sollte
- Fertigprodukte und Fastfood
- Zusatzstoffe, E-Nummern und Geschmacksverstärker
- Künstliche Getränke
- Milch
- Alkohol, Zucker und stark gewürzte Speisen
- Und was ist mit dem bösen Weizen und Gluten?
- Wenn die Darmprobleme stärker ausgeprägt sind
- Warum glutenfreie Fertigprodukte nicht automatisch die bessere Wahl sind
- Eine einfache Grundregel für Deinen Darm
- Fazit
1. Warum die Ernährung für Deinen Darm so wichtig ist
Wenn wir über Darmgesundheit sprechen, denken wir häufig zuerst an Darmbakterien, Darmschleimhaut oder Verdauungsenzyme.
Dabei beginnt Darmgesundheit bereits auf unserem Teller.
Unsere Ernährung beeinflusst, welche Nährstoffe dem Körper zur Verfügung stehen und welche Nahrung unsere Darmbakterien erhalten.
Ein gesunder Verdauungstrakt benötigt deshalb Lebensmittel, die
- die nützlichen Darmbakterien ernähren,
- die natürliche Darmbarriere unterstützen,
- die Darmschleimhaut möglichst wenig reizen und
- den Körper mit wichtigen Nährstoffen versorgen.
Umgekehrt kann eine sehr einseitige oder stark verarbeitete Ernährung das Darmmilieu ungünstig beeinflussen.
Gerade bei bestehenden Verdauungsproblemen lohnt es sich deshalb, die Ernährung nicht nur unter dem Gesichtspunkt „Was schmeckt mir?“, sondern auch unter der Frage „Was bekommt meinem Darm?“ zu betrachten.
2. Was bedeutet „artgerechte“ Ernährung für den Darm?
Wenn ich von einer „artgerechten“ Ernährung spreche, meine ich damit keine komplizierte Ernährungsform.
Es geht vielmehr darum, sich wieder stärker an Lebensmitteln zu orientieren, die möglichst natürlich, frisch und wenig verarbeitet sind. Du könntest Dich auch fragen, ob das Deine Urgroßmutter als Lebensmittel erkannt hätte…
Oder ganz einfach gesagt:
Unser Verdauungstrakt sollte das bekommen, wofür er gemacht ist – natürliche Lebensmittel mit möglichst wenigen künstlichen Zusätzen.
Das bedeutet vor allem:
- frische Lebensmittel,
- viel Gemüse,
- ausreichend Flüssigkeit,
- abwechslungsreiche Ernährung,
- hochwertige Öle und Fette,
- möglichst wenig stark verarbeitete Produkte.
- oder die Frage: hat das Teil hier eine Fabrik von innen gesehen???
3. Frische Lebensmittel als Grundlage
Eine gute Basis für eine darmfreundliche Ernährung sind frische Zutaten.
Alles, was Du beispielsweise auf einem Wochenmarkt findest – Gemüse, Obst, Kräuter, Salate, Nüsse und andere natürliche Lebensmittel – kann Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung sein.
Und nein, Du musst weder vegan, noch vegetarisch leben… Eier, Fleisch und Fisch sind erlaubt. Entscheidend ist am Ende, wo die Lebensmittel herkommen und wie naturbelassen sie sind. Ein Stück pures Fleisch ist demnach einer hochverarbeiteten Wurst vorzuziehen.
Je weniger ein Lebensmittel verarbeitet wurde, desto besser kannst Du in der Regel nachvollziehen, was tatsächlich darin enthalten ist.
Das bedeutet nicht, dass jedes verarbeitete Lebensmittel automatisch schlecht ist.
Aber gerade bei Darmproblemen kann es sinnvoll sein, die Ernährung zunächst möglichst einfach zu halten und wieder stärker selbst zu kochen.
Eine einfache Orientierung: Je kürzer die Zutatenliste, desto besser kannst Du nachvollziehen, was Du isst.
4. Gemüse – Nahrung für Deine guten Darmbakterien
Gemüse spielt bei einer darmfreundlichen Ernährung eine zentrale Rolle.
Es liefert Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe.
Und gerade die Ballaststoffe sind für unsere Darmbakterien besonders interessant.
Warum?
Bestimmte Ballaststoffe gelangen weitgehend unverdaut in den Dickdarm. Dort dienen sie den nützlichen Darmbakterien als Nahrung.
Beim Abbau dieser Ballaststoffe entstehen unter anderem kurzkettige Fettsäuren. Diese sind für die Darmgesundheit von großer Bedeutung.
Damit wird deutlich:
Du ernährst nicht nur Dich – Du ernährst mit Deiner Ernährung auch Deine Darmbakterien.
Solltest Du gerne auf Probiotika (also Darmbakterien aus der Packung) zurückgreifen, gilt auch hier: die Kerlchen möchten gefüttert werden. Sonst verhalten sie sich wie Gäste, denen Du nur Wasser anbietest – sie gehen wieder.
5. Warum Gemüse bei Darmproblemen gegart manchmal besser ist
Gemüse ist grundsätzlich ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung.
Wenn Dein Darm allerdings bereits gereizt ist oder Du größere Verdauungsprobleme hast, kann rohes Gemüse manchmal schwerer verdaulich sein.
Deshalb empfiehlt es sich bei bestehenden Beschwerden, Gemüse zunächst vorwiegend gegart zu essen.
Dämpfen, dünsten oder schonendes Kochen kann das Gemüse leichter verdaulich machen.
Wenn sich Dein Darm wieder beruhigt hat, kannst Du nach und nach ausprobieren, welche rohen Lebensmittel Du wieder gut verträgst und vor allem in welcher Menge.
6. Ausreichend trinken
Auch ausreichend Flüssigkeit gehört zu einer darmfreundlichen Ernährung.
Als Orientierung gilt:
mindestens etwa 2,5 Liter täglich, vorzugsweise Wasser.
Optimalerweise sollte das Wasser kohlensäurefrei sein.
Ausreichend Flüssigkeit ist für viele Körperfunktionen wichtig und spielt auch für eine normale Verdauung eine wesentliche Rolle.
Gerade bei ballaststoffreicher Ernährung solltest Du außerdem auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Ballaststoffe nehmen Wasser auf und binden es. Dadurch entsteht zum einen mehr Masse im Darm – das kann die Darmbewegung (Peristaltik) anregen. Zum anderen bilden Stoffe wie Flohsamenschalen eine gelartige Masse. Dadurch wird der Darminhalt weicher und voluminöser. Das erleichtert die Verdauung.
7. Abwechslung und Rotation
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Abwechslung.
Es ist nicht sinnvoll, über einen langen Zeitraum immer wieder dieselben Lebensmittel zu essen.
Eine abwechslungsreiche Ernährung sorgt dafür, dass der Körper mit unterschiedlichen Nährstoffen und Pflanzenstoffen versorgt wird.
Bei empfindlicher Verdauung kann außerdem eine sogenannte Rotation hilfreich sein.
Dabei werden Lebensmittel beziehungsweise Lebensmittelgruppen abwechslungsreich eingesetzt, sodass der Körper nicht ständig mit denselben Stoffen konfrontiert wird.
Manchmal essen wir etwas, bei dem uns unser Darm gerne die rote Karte zeigen möchte. So lange das nicht täglich passiert (ich esse täglich Tomatensalat :), kann unser Darm sich auch wieder regenerieren.
8. Gute Öle und Omega-3-Fettsäuren
Auch Öle und Fette gehören zu einer gesunden Ernährung.
Dabei kommt es vor allem auf die Qualität an.
Als geeignete Öle kommen beispielsweise infrage:
- Olivenöl
- Nussöle
- Leinöl
- Kokosöl
Besonders interessant sind dabei die Omega-3-Fettsäuren.
Leinöl sollte möglichst kalt verwendet werden, damit die empfindlichen Fettsäuren geschont werden. Stelle es außerdem in den Kühlschrank, wenn die Flasche angebrochen ist. So hält es länger.
9. Warum Getreide ohne ATI manchmal besser vertragen werden
Wenn Getreide Bestandteil Deiner Ernährung ist, können Getreide wie Reis, Mais, Quinoa, Buchweizen und Hafer die bessere Wahl sein. Sie enthalten wenig ATI.
Was ist ATI?
ATI steht für Amylase-Trypsin-Inhibitoren. Dabei handelt es sich um natürliche Proteinbestandteile des Getreides, die der Pflanze unter anderem als Schutz vor Schädlingen dienen.
Gerade bei empfindlicher Verdauung kann es deshalb interessant sein, verschiedene Getreidesorten auszuprobieren und die individuelle Verträglichkeit zu beobachten.
10. Was Deinem Darm besser nicht regelmäßig begegnen sollte
Genauso wichtig wie die Frage, was wir essen, ist die Frage:
Was sollten wir möglichst reduzieren?
Eine einfache Orientierung aus meiner Sicht lautet:
Meide möglichst das, was Deine Großmutter nicht mehr als Lebensmittel erkannt hätte.
Oder noch einfacher:
Je mehr Fabrik ein Lebensmittel gesehen hat, desto genauer solltest Du hinschauen.
Dazu gehören insbesondere:
- Fertigprodukte
- Fastfood
- Süßstoffe
- Transfette
- zahlreiche künstliche Zusatzstoffe und E-Nummern
- Gewürzmischungen mit Zusatzstoffen
- Geschmacksverstärker
- künstliche Getränke
11. Fertigprodukte und Fastfood
Fertigprodukte und Fastfood enthalten häufig eine Vielzahl von Zusatzstoffen und stark verarbeiteten Bestandteilen.
Die Verarbeitung verändert dabei die ursprüngliche Zusammensetzung des Lebensmittels. Dafür ist unser Darm nicht gemacht.
Gerade bei einem empfindlichen Darm kann es deshalb sinnvoll sein, solche Lebensmittel möglichst zu reduzieren und stattdessen wieder häufiger selbst zu kochen. Viele Zusatzstoffe reizen unseren Darm.
Je weniger stark verarbeitet ein Lebensmittel ist, desto besser kannst Du die Qualität und Zusammensetzung Deiner Mahlzeit selbst bestimmen.
Frische Zutaten ermöglichen Dir außerdem, auf individuelle Unverträglichkeiten und die Bedürfnisse Deines Darms besser einzugehen. Und es wäre doch sinnvoll, wenn uns unser Essen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente liefern würde. Die Chance darauf ist bei frischen Zutaten eindeutig größer 🙂
12. Zusatzstoffe, E-Nummern und Geschmacksverstärker
Ein weiterer Punkt sind künstliche Zusatzstoffe.
Dazu gehören beispielsweise bestimmte E-Nummern, Geschmacksverstärker oder Verdickungs- und Geliermittel wie Carrageen, das unter anderem in manchen Sahne- und Fertigprodukten enthalten sein kann.
Auch Gewürzmischungen können eine Vielzahl von Zusatzstoffen enthalten.
Dazu gehören beispielsweise Produkte wie klassische Fertigwürzmischungen oder Geschmacksverstärker.
All das tut unserer Darmschleimhaut nicht gut. Nicht wenige Menschen reagieren auf Zusatzstoffe, E-Nummern und Geschmacksverstärker mit Intoleranzen.
Bei einer gereizten Darmschleimhaut kann es deshalb sinnvoll sein, die Zutatenlisten genau anzusehen und möglichst naturbelassene Lebensmittel zu bevorzugen.
13. Künstliche Getränke
Auch bei Getränken lohnt sich ein Blick auf die Zutaten.
Zu den Produkten, die bei einer darmfreundlichen Ernährung möglichst reduziert werden sollten, gehören beispielsweise:
- Cola
- Eistee
- Energydrinks
- stark gesüßte oder künstlich aromatisierte Getränke
Wasser und ungesüßte Tees sind hier die einfachere Alternative.
14. Milch
Auch bei Milchprodukten lohnt sich ein Blick auf die individuelle Verträglichkeit.
Bei den Empfehlungen für eine Darmsanierung wird insbesondere dazu geraten, sogenannte „länger haltbare“ Milch zu meiden.
Bei größeren Darmproblemen kann es sinnvoll sein, Kuhmilch zunächst vollständig wegzulassen und später zu überprüfen, wie sie vertragen wird.
Dabei sollte die Ernährung immer individuell betrachtet werden.
15. Alkohol, Zucker und stark gewürzte Speisen
Neben stark verarbeiteten Lebensmitteln gibt es weitere Faktoren, die bei Darmproblemen berücksichtigt werden sollten.
Alkohol
Während einer Regenerationsphase sollte Alkohol vollständig gemieden werden.
In der naturheilkundlichen Darmbehandlung wird Alkohol als besonders belastend für die Regeneration betrachtet.
Wenn Dein Darm sich gerade erholen soll, ist Alkohol deshalb nicht der richtige Begleiter.
Zucker
Auch größere Mengen Zucker sollten reduziert werden.
Sehr scharfes oder stark gewürztes Essen
Bei einer gereizten Darmschleimhaut kann sehr scharfes oder stark gewürztes Essen zusätzlich reizen.
Deshalb gilt:
In einer Regenerationsphase lieber mild würzen und beobachten, was Deinem Darm bekommt.
16. Und was ist mit dem bösen Weizen und Gluten?
Weizen ist nicht böse und auch Gluten ist es nicht. Allerdings nehmen die Verdauungsprobleme beim Verzehr von glutenhaltigem Getreide und dem modernen Weizen zu. So mancher merkt es nicht mal im Darm, sondern vor allem auf der Haut. Oft handelt es sich nicht einmal um eine Glutenintoleranz. Manchmal macht einfach die Dosis das Gift.
Bei Darmproblemen kann es also sinnvoll sein, den Verzehr von Weizen zu reduzieren.
Auch eine Reduktion von Gluten kann den Darm entlasten – selbst wenn keine nachgewiesene Gluten-Unverträglichkeit besteht.
Bei Brot spielt außerdem die Herstellung eine Rolle.
Brot sollte möglichst lange gehen.
Eine lange Teigführung kann die Verträglichkeit verbessern.
Wichtig ist dabei, nicht automatisch davon auszugehen, dass Gluten für jeden Menschen problematisch ist. Entscheidend ist die individuelle Situation und Verträglichkeit.
17. Wenn die Darmprobleme stärker ausgeprägt sind
Bei größeren Darmproblemen hat es sich bewährt, Zucker, Gluten und Kuhmilch zunächst vollständig wegzulassen.
Dabei geht es darum, den Darm möglichst zu entlasten und gleichzeitig zu beobachten, ob sich die Beschwerden verändern.
Nach einer solchen Phase können Lebensmittel später wieder gezielt und schrittweise eingeführt werden.
So lässt sich besser erkennen, was individuell vertragen wird und was möglicherweise Beschwerden verursacht.
18. Warum glutenfreie Fertigprodukte nicht automatisch besser sind
Wenn Gluten reduziert oder weggelassen werden soll, liegt der Griff zu glutenfreien Produkten nahe.
Doch genau hier lohnt sich ein genauer Blick.
Glutenfrei bedeutet nicht automatisch darmfreundlich.
Viele glutenfreie Fertigprodukte enthalten zahlreiche Zusatzstoffe, Zucker, Verdickungsmittel oder andere stark verarbeitete Bestandteile.
Wenn Du Deinen Darm entlasten möchtest, sollte deshalb nicht einfach ein industriell hergestelltes glutenfreies Produkt gegen ein herkömmliches Produkt ausgetauscht werden. Um ein Ersatzprodukt herzustellen, braucht es meist wieder Chemie.
Die bessere Alternative kann sein, möglichst natürliche und wenig verarbeitete Lebensmittel zu verwenden. Glutenfreie Getreide sind beispielsweise Buchweizen, Reis und Mais.
19. Einfache Grundregel für Deinen Darm
Wenn Du Deine Ernährung darmfreundlicher gestalten möchtest, musst Du nicht alles auf einmal verändern.
Beginne mit den Grundlagen:
Mehr davon:
- frisches Gemüse
- frische Lebensmittel
- abwechslungsreiche Ernährung
- ausreichend Wasser
- hochwertige Öle
- Omega-3-Fettsäuren
- gut verträgliche Getreidesorten
- selbst gekochte Mahlzeiten
Weniger davon:
- Fertiggerichte
- Fastfood
- stark verarbeitete Lebensmittel
- künstliche Getränke
- Zusatzstoffe
- Geschmacksverstärker
- Süßstoffe
- Zucker
- Alkohol
- sehr scharfes Essen
Und vielleicht hilft Dir dabei eine ganz einfache Frage beim nächsten Einkauf:
„Ist das noch ein Lebensmittel – oder ist es bereits ein Industrieprodukt?“
Fazit: Dein Darm isst mit
Eine darmgesunde Ernährung muss nicht kompliziert sein.
Im Gegenteil: Je einfacher und natürlicher die Lebensmittel sind, desto leichter lässt sich eine Ernährung gestalten, die Deinen Darm möglichst wenig belastet.
Frisches Gemüse, abwechslungsreiche Lebensmittel, hochwertige Fette, ausreichend Flüssigkeit und selbst zubereitete Mahlzeiten bilden eine gute Grundlage.
Gleichzeitig kann es sinnvoll sein, stark verarbeitete Lebensmittel, Fertigprodukte, Fastfood, künstliche Getränke, Zucker, Alkohol und unnötige Zusatzstoffe deutlich zu reduzieren.
Wenn Dein Darm bereits gereizt ist, kann eine zeitweise besonders schleimhautschonende und antientzündlich ausgerichtete Ernährung sinnvoll sein. Dabei können auch Weizen, Gluten und Kuhmilch vorübergehend reduziert oder – bei größeren Problemen – vollständig weggelassen werden.
Wichtig ist jedoch immer die individuelle Verträglichkeit.
Denn es gibt nicht die eine Ernährung, die für jeden Menschen gleichermaßen funktioniert.
Was Deinem Darm guttut, darfst Du Schritt für Schritt herausfinden.
Deine Darmschleimhaut braucht keine komplizierten Regeln. Sie braucht vor allem gute Bedingungen.
Und diese Bedingungen beginnen jeden Tag aufs Neue – mit dem, was auf Deinem Teller liegt.